Border Collie
Der Border Collie wurde als Hütehund für Schottland und Nordengland selektiert – präzises Zusammentreiben großer Schafherden über weite, unwegige Gelände. Die intensive Selektion auf Dauerkonzentration, Distanzsteuerung und Blickkontrolle ("Eye") bedeutet heute: Ohne echte Arbeitsaufgabe oder gleichwertigen mentalen Ersatz entwickelt der Hund zwangsläufig Stereotypien, Fixierverhalten oder Neurotizismus.
1 = Sofa-Hund, 10 = Non-Stop-Arbeiter
1 = einfache Reize, 10 = komplexe Aufgaben täglich
1 = impulsiv, 10 = sehr selbstreguliert
1 = phlegmatisch, 10 = hyperreaktiv
1 = scheu/territorial, 10 = offen für alle
1 = konfliktbereit, 10 = sehr sozial
1 = sehr ruhig, 10 = häufig bellend
⏱️ Erholungszeit nach Stress: ~90 Minuten
Starrer, intensiver Blickkontakt mit gesenktem Kopf – ursprünglich zur Herdenkontrolle; wird gegenüber Kindern, Radfahrern oder rollenden Gegenständen eingesetzt und kann in Biss eskalieren
Schleichendes Vorankriechen in geduckter Haltung vor dem Zusammentreiben; oft als Aggression fehlgedeutet, ist aber arttypisches Hüteverhalten
Stereotypes Kreisdrehen als Ventilverhalten bei Unterforderung
Beobachtung: Hund fixiert Kinder oder Fahrräder und treibt sie zusammen
Häufige Deutung: Spielverhalten oder Freude am Rennen
Korrekte Deutung: Genetisch verankertes Hüteverhalten; Fixiermuster kann durch Bewegungsreize getriggert werden und birgt Verletzungsrisiko
Beobachtung: Hund dreht sich im Kreis oder jagt Lichtflecken
Häufige Deutung: Energie überschuss, braucht mehr Bewegung
Korrekte Deutung: Stereotypie durch chronische kognitive Unterforderung; mehr Auslauf verschlimmert das Muster durch weiteres Arousal
Beobachtung: Hund verweigert Ruhephasen und ist permanent auf Abruf
Häufige Deutung: Besonders treuer, aufmerksamer Hund
Korrekte Deutung: Chronischer Stresszustand; fehlendes Off-Switch erhöht Verletzungsrisiko und mindert Lebensqualität
Geeignet
Nicht geeignet