Chihuahua
Der Chihuahua gilt als älteste Hunderasse Nordamerikas und stammt aus dem vorkolonialen Mexiko – möglicherweise aus dem Techichi, einem aztekischen Begleithund. Er wurde als Begleiter und möglicherweise für religiöse Zwecke gehalten, nie als Arbeitshund. Trotz Miniaturgröße ist der Chihuahua kein Spielzeug: Er ist mutig bis zur Unbesonnenheit, territorial und bindungsintensiv. Verhaltensauffälligkeiten entstehen fast ausschließlich durch fehlende Erziehung aufgrund seiner Größe.
1 = Sofa-Hund, 10 = Non-Stop-Arbeiter
1 = einfache Reize, 10 = komplexe Aufgaben täglich
1 = impulsiv, 10 = sehr selbstreguliert
1 = phlegmatisch, 10 = hyperreaktiv
1 = scheu/territorial, 10 = offen für alle
1 = konfliktbereit, 10 = sehr sozial
1 = sehr ruhig, 10 = häufig bellend
⏱️ Erholungszeit nach Stress: ~25 Minuten
Zittern bei Aufregung, Kälte oder Stress; thermoregulatorisch bedingt durch geringes Körpervolumen, aber auch Stressindikator
Intensives Wühlen unter Decken und in Höhlen; thermoregulatorisches und Sicherheitsverhalten
Beobachtung: Chihuahua beißt jeden der sich nähert außer dem Besitzer
Häufige Deutung: Kleine Rasse, wird schnell übersehen
Korrekte Deutung: Schwere Verhaltensproblematik durch Small-Dog-Syndrom: fehlende Konsequenz in der Erziehung, weil Bisse kleiner Hunde als harmlos gelten – sind sie nicht
Beobachtung: Chihuahua zittert und wirkt ängstlich
Häufige Deutung: Frostempfindlichkeit
Korrekte Deutung: Chihuahuas zeigen hohe Rate an Angststörungen und Hyperarousal; systematische Desensibilisierung ist notwendig, kein Symptom der Rasse als unvermeidlich akzeptieren
Geeignet
Nicht geeignet