French Bulldog
Die Französische Bulldogge entstand im 19. Jahrhundert als Begleithund – ursprünglich aus englischen Bulldoggen, die in Frankreich kleiner und kompakter gezüchtet wurden. Sie wurde ausschließlich für menschliche Gesellschaft selektiert und hat keinerlei historischen Arbeitsauftrag. Ihre extreme brachyzephale Anatomie ist jedoch ein direktes Ergebnis moderner Überzüchtung auf Kurz-Gesicht-Merkmale und verursacht bei der großen Mehrheit der Tiere chronische Leiden.
QUALZUCHT-WARNING: Die Französische Bulldogge zeigt in Studien (RVC VetCompass 2018, Liu et al. 2017) bei über 70% der Tiere klinisch relevante BOAS-Symptome. Eingerollte Rute ist häufig mit Hemivertebrae und chronischen Rückenschmerzen assoziiert. Die Rasse gehört zu den am häufigsten operierten Hunden Europas. Käufer sollten auf BOAS-Grading und Wirbelsäulen-Röntgen beim Züchter bestehen.
1 = Sofa-Hund, 10 = Non-Stop-Arbeiter
1 = einfache Reize, 10 = komplexe Aufgaben täglich
1 = impulsiv, 10 = sehr selbstreguliert
1 = phlegmatisch, 10 = hyperreaktiv
1 = scheu/territorial, 10 = offen für alle
1 = konfliktbereit, 10 = sehr sozial
1 = sehr ruhig, 10 = häufig bellend
⏱️ Erholungszeit nach Stress: ~20 Minuten
Schnarchtypisches Zurückziehen von Luft durch die Nase in Episoden; für Laien beängstigend, aber Ausdruck der anatomisch verengten Atemwege, kein Anfall
Offenes Maul mit Herausstreckung der Zunge im Ruhezustand; nicht Entspannung, sondern Kompensation eingeschränkter Nasen-Rachen-Atmung
Beobachtung: Franzose schnarcht laut und atmet geräuschvoll
Häufige Deutung: Normal für die Rasse, charmante Eigenheit
Korrekte Deutung: Klinisches Symptom von BOAS (Brachyzephales Atemwegssyndrom); die Mehrheit der Tiere leidet chronisch und benötigt häufig operative Intervention
Beobachtung: Hund wird beim Spielen oder bei Wärme schnell müde
Häufige Deutung: Gemütlicher Charakter
Korrekte Deutung: Chronische Hypoxie durch anatomische Atemwegseinschränkung; Belastbarkeit ist medizinisch limitiert, nicht temperamentsbedingt
Geeignet
Nicht geeignet