Pug
Der Mops wurde ursprünglich in China als kaiserlicher Hofhund gezüchtet und durch niederländische Händler nach Europa gebracht. Als reiner Begleithund wurde er auf Menschennähe und ruhiges Temperament selektiert. Die moderne extreme Verkürzung des Schädels und das eingedrückte Gesicht gehen weit über die historische Form hinaus und sind das Ergebnis einer Überzüchtung, die zu weitreichenden gesundheitlichen Einschränkungen führt.
QUALZUCHT-WARNING: Der Mops ist in Großbritannien und Deutschland offiziell als qualzuchtgefährdete Rasse eingestuft. Über 90% der Möpse zeigen laut RVC VetCompass (2016) mindestens eine gesundheitliche Einschränkung. Pug Dog Encephalitis ist eine rassetypische tödliche Hirnerkrankung. Die BVA/KC/ISDS Eye Scheme klassifiziert die Rasse als Hochrisikogruppe. Einige Tierärzte lehnen Routineoperationen an Möpsen wegen der Narkoserisiken ab.
1 = Sofa-Hund, 10 = Non-Stop-Arbeiter
1 = einfache Reize, 10 = komplexe Aufgaben täglich
1 = impulsiv, 10 = sehr selbstreguliert
1 = phlegmatisch, 10 = hyperreaktiv
1 = scheu/territorial, 10 = offen für alle
1 = konfliktbereit, 10 = sehr sozial
1 = sehr ruhig, 10 = häufig bellend
⏱️ Erholungszeit nach Stress: ~15 Minuten
Lautes Schnarchen auch im Wachzustand; kein Komfort-Signal, sondern Hinweis auf obstruktive Atemwegssymptomatik
Augenbewegungen als Kommunikationsmittel besonders ausgeprägt da Ohren wenig Ausdrucksvariation bieten; Exophthalmus erhöht Verletzungsrisiko der Cornea erheblich
Beobachtung: Mops schläft sehr viel und bewegt sich wenig
Häufige Deutung: Gemütlicher Charakterhund
Korrekte Deutung: Chronische Müdigkeit durch schlechte Sauerstoffversorgung (BOAS); Ruhebedürfnis oft medizinisch bedingt, nicht Charakter
Beobachtung: Mops reibt sich häufig die Augen
Häufige Deutung: Allergien oder trockene Augen
Korrekte Deutung: Exophthalmus führt zu unzureichendem Lidschluss und Hornhautschäden; regelmäßige ophthalmologische Kontrolle notwendig
Geeignet
Nicht geeignet