Weimaraner
Der Weimaraner entstand im 19. Jahrhundert am Weimarer Hof als exklusiver Jagdhund für Großwild und später als Allround-Vorsteh- und Apportierhund. Er wurde auf sehr enge Bindung an den Jäger, hohes Spurvermögen, Ausdauer und Selbstständigkeit selektiert. Diese intensive Menschenorientierung kombiniert mit Trennungsempfindlichkeit macht den Weimaraner zu einem Hund, der Alleinsein schlecht toleriert und ohne intensive Beschäftigung Destruktivität entwickelt.
1 = Sofa-Hund, 10 = Non-Stop-Arbeiter
1 = einfache Reize, 10 = komplexe Aufgaben täglich
1 = impulsiv, 10 = sehr selbstreguliert
1 = phlegmatisch, 10 = hyperreaktiv
1 = scheu/territorial, 10 = offen für alle
1 = konfliktbereit, 10 = sehr sozial
1 = sehr ruhig, 10 = häufig bellend
⏱️ Erholungszeit nach Stress: ~50 Minuten
Abruptes Einfrieren in der Vorstehhaltung (Nase, Körper, Rute in Linie) auf Vogelwitterung; genetisch tief verankertes Vorstehverhalten
Extremes Folgen der Bezugsperson durch jede Tür; Ausdruck der hohen Menschenbindung, kann in Trennungsangst übergehen
Beobachtung: Weimaraner demoliert die Wohnung wenn allein
Häufige Deutung: Rache oder Dominanz
Korrekte Deutung: Trennungsangst und Unterforderung; Weimaraner haben eines der ausgeprägtesten Trennungsangst-Profile aller Vorstehhundrassen – systematisches Desensibilisierungsprogramm notwendig
Beobachtung: Hund jagt trotz Training alles
Häufige Deutung: Schlechte Erziehung
Korrekte Deutung: Jagdtrieb ist Primärmotivation bei dieser Rasse; Impulskontrolle erfordert jahrelanges konsequentes Training und bleibt immer ein Management-Thema
Geeignet
Nicht geeignet